“Wir schenken Möglichkeiten statt Weinflaschen.” Rolf Externbrink, springer f3

Seit 2009 engagiert sich die Agentur springer f3 mit der selbstentwickelten Spendeninitiative moeglichkeitenschenken.de für regionale, nationale und internationale Kinderhilfsprojekte.

Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie überzeugend und fügt sich passgenau in die „Leitlinien“ von „Gemeinsam wirken“: Ein Unternehmen wirkt mit seiner Kompetenz (bei springer f3: Grafik und Gestaltung von außergewöhnlichen Weihnachtskarten) gemeinsam mit anderen (gegen eine Spende an ein Kinderhilfsprojekt können Unternehmen die Weihnachtskarten erwerben, sie zahlen lediglich die Druckkosten) für das Gemeinwesen.

In einem Interview erläutert Rolf Externbrink, Geschäftsführer der springer f3 GmbH & Co. KG die Hintergründe von moeglichkeitenschenken.de

Sie führen moeglichkeitenschenken.de inzwischen im vierten Jahr durch. Wie kommt die Initiative an?

Die Initiative wird gut angenommen und hat sich inzwischen ein kleines Stammpublikum erarbeitet. Wir arbeiten derzeit daran, den Kreis der teilnehmenden Unternehmen via Social Media und andere Kanäle zu erweitern. Für unser Team ist moeglichkeitenschenken.de ein Bestandteil der Unternehmenskultur geworden: Wir setzen nicht nur kommerzielle Projekte um, sondern zeigen auch gesellschaftliches Engagement.

 

Haben oder hatten Sie neben moeglichkeitenschenken.de noch andere Engagementformen ausprobiert? Wenn ja, was überzeugt Sie als Unternehmen, sich auf moeglichkeitenschenken.de zu konzentrieren?

Wir haben früher direkt an gemeinnützige Organisationen in der Umgebung gespendet. Und über einen längeren Zeitraum haben wir im Sinne eines Leistungssponsorings unentgeltlich für kulturelle Einrichtungen gearbeitet. Die Idee hinter moeglichkeitenschenken.de war, unsere professionellen Fähigkeiten so einzusetzen, dass wir ein deutlich größeres Volumen an Spendengeldern einspielen können. Durch die Aktivierung weiterer Spender im Rahmen unserer Initiative ist uns das gelungen. 

 

Haben sich über möglichkeitenschenken.de weitere (Engagement-) Kooperationen mit den beteiligten Unternehmen ergeben?

Wir verzichten bewusst darauf, über möglichkeitenschenken.de Kooperationen anzubahnen. Die Aktion soll auf keinen Fall als Kontaktbörse oder gar als Akquisetool gesehen werden. Für Kooperationen im Sinne eines sozialen Engagements wären wir aber grundsätzlich offen, sofern diese den Erfolg der Initiative vergrößern.

 

Wie sind Sie auf die Idee zu moeglichkeitenschenken.de gekommen?

Zu Weihnachten bekommen wir, wie viele andere Unternehmen, jede Menge Präsente geschickt. Die Absender wenden für Ihre Aussendung zum Teil beachtliche Mittel auf. Wir selbst hatten vor moeglichkeitenschenken.de in der Regel ein vierstelliges Budget für Weihnachtsaussendungen mit Karten und Präsenten. Die Idee war und ist einfach: Wenigstens ein Teil dieser Aufwendungen sollte sinnvoller eingesetzt werden und nachhaltigere Effekte erzielen als eine kurze Freude beim Geschäftspartner. Wir schenken zum Jahreswechsel Möglichkeiten statt Weinflaschen.

 

Hat sich die Initiative im Laufe der letzten Jahre verändert?

Nicht wesentlich. Wir optimieren von Jahr zu Jahr die Abwicklung und versuchen etwas breiter zu werben. Im Kern ist moeglichkeitenschenken.de aber von Beginn an unverändert: Wir wählen in einer internen Abstimmung drei kleine Hilfsorganisationen aus, mit deren Inhalten und Zielen wir uns identifizieren können und dann machen wir uns an die Arbeit.

 

Was würden Sie anderen Unternehmen empfehlen, die sich mit ihrem Know-how für das Gemeinwesen engagieren wollen?

Einfach loslegen! Es bleibt bei der banalen Erkenntnis: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Die leitenden Fragen sind: Für was wollen wir uns engagieren? Wie können wir mit unserer Leistung dieses Engagement unterstützen? Wie können wir möglichst alle MitarbeiterInnen für dieses Engagement begeistern und sie daran beteiligen. Hilfreich ist natürlich auch eine gewisse Ausdauer. Die ursprünglich erwarteten Spendensummen haben wir bisher nicht erzielt, aber jeder Euro, den wir eingesammelt haben, war ein Euro mehr, als die Spendenempfänger vorher hatten.

Wir danken für das Interview.

 

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