Tanzvergnügen für LeseWelten – Übersetzungsbüro SATZGEWINN® veranstaltet pro bono Benefizveranstaltung

Interview mit Katrin Scholtyssek, Mitinhaberin der Übersetzungsagentur SATZGEWINN®

„Wir wollten uns engagieren und feiern gerne – was lag näher, als das miteinander zu verbinden?“, beschreibt Katrin Scholtyssek, Mitinhaberin der Übersetzungsagentur SATZGEWINN®, ihre Idee für die Benefizveranstaltung Tanzvergnügen.

Nach einem dreiviertel Jahr Vorbereitung fand das
Tanzvergnügen am 22. November 2012 in der Kunstbar Köln statt. Mit großem Erfolg: 50 größtenteils kleinere und mittlere Unternehmen beteiligten sich mit Sachspenden an einer Tombola, Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes übernahm die Schirmherrschaft, Künstler/-innen unterstützen durch Gastauftritte und fast 100 Gäste nahmen an der Afterwork-Party teil. Insgesamt konnte so eine Spende von 1.600 Euro an die Vorleseinitiative LeseWelten (www.koeln-freiwillig.de/lesewelten) der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. übergeben werden.

 

Frau Scholtyssek, was motiviert Sie als kleines Unternehmen, bestehend aus zwei Inhaber/-innen, sich für das Gemeinwesen zu engagieren?

Für uns war es auch aus unserer persönlichen Vorgeschichte heraus selbstverständlich, dass wir uns auch als Unternehmen engagieren. Angefangen hatten wir als Kölner KulturPaten, d.h., wir haben uns pro bono für Kunst- und Kulturprojekte eingesetzt.

Irgendwann haben wir dann gedacht, wir wollen nicht nur vorgegebene Projekte unterstützen, sondern etwas Eigenes auf die Beine stellen. Uns war schnell klar, dass wir eine Benefizveranstaltung machen wollten. Als Zielgruppe hatten wir Menschen wie uns vor Augen, also Menschen, die gerne gepflegt feiern und für die der Besuch einer Charity-Veranstaltung noch nicht zum Lebensstil gehört, die erst einmal an so etwas herangeführt werden. Ein Golfturnier und eine große Gala passt nicht zu dieser Zielgruppe, eine Afterwork-Party dagegen schon.

Das richtige Projekt hatten wir schnell gefunden. Ich kannte LeseWelten aus den
Medien, die Vorleseinitiative passt gut zu einem Übersetzungsbüro, dessen Betätigungsfeld die geschriebene Sprache ist. Mit diesem gemeinnützigen Partner wurde unser Engagement glaubhaft.

 

Was ist das Besondere an dem Tanzvergnügen?

Zum einen natürlich die schon beschriebene Zielgruppe. Zum anderen aber auch, dass wir sehr viele Unternehmen und Kölner Prominenz überzeugen konnten, unser Projekt zu unterstützen. Es hatte einen gewissen Schneeballeffekt: Die ersten Unternehmen, die uns Sachspenden für die Tombola gestiftet haben, haben die Idee weitergetragen und so sind immer mehr Sachpreise zusammengekommen. Aber auch unsere Kunden und unser Freundes- und Bekanntenkreis haben sehr zur Verbreitung des Konzepts beigetragen.

Dadurch gewannen wir immer mehr an Öffentlichkeit und immer mehr Unterstützer. Ein Highlight war sicher die Lesung, die uns Frank Schätzing während der Veranstaltung Tanzvergnügen schenkte. Oder auch die Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, sie hat sofort positiv auf unsere Anfrage reagiert. Es war schön zu sehen, dass wir auch andere für LeseWelten interessieren konnten.

 

Frau Scholtyssek, was haben Sie als Agentur investiert und was gewinnen Sie durch Ihr Engagement?

Ich kann nicht genau sagen, wie viel Zeit und Geld wir in das Tanzvergnügen investiert haben. Vieles vermischt sich mit den unternehmerischen oder persönlichen
Aktivitäten, da wir uns nahestehende Personen einbezogen haben.

Einen großen Gewinn hatten wir: Es hat viel Spaß gemacht. Danach fällt mir mein persönlicher Gewinn ein. Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass ich eine Benefizveranstaltung organisieren und so viel bewirken kann.

Natürlich machen wir unser Engagement bekannt, dies ist sicherlich ein Imagegewinn. Aber unsere Eigen-PR hält sich in Grenzen.

Ein weiterer Gewinn ist der Ausbau unseres Netzwerkes in die Wirtschaft und in das Gemeinwesen, daraus kann sich sowohl in unternehmerischer Hinsicht als auch bei einem folgenden Engagement Positives entwickeln.

 

Was hätten Sie sich für Ihr Engagement gewünscht?

Mehr Aufmerksamkeit durch die Medien. Eine größere Berichterstattung hätte uns sehr geholfen. Unsere Räume boten Platz für weitere Gäste. Ansonsten waren wir sehr zufrieden durch die breite Unterstützung aus Verwaltung, Wirtschaft und dem gemeinnützigen Bereich.

 

Was empfehlen Sie anderen Unternehmen, die sich engagieren wollen?

Nicht immer das Althergebrachte wiederholen, sondern etwas Neues versuchen. Das Tanzvergnügen fand gerade deswegen so einen großen Anklang, weil es in unserer Zielgruppe eine unbekannte Idee war.

 

Frau Scholtyssek, wir danken Ihnen für das Interview.

 

SATZGEWINN

Tappe & Scholtyssek Übersetzer und Dolmetscher Partnerschaft

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