Auftaktveranstaltung zum Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012

Am 06.02.2012 gab das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin mit einer Auftaktveranstaltung den offiziellen Startschuss für das „Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012“.

Über 300 Interessierte und Aktive aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden diskutierten die Frage, wie eine Kultur des aktiven Alterns und der Solidarität unterstützt und wie die Potenziale älterer Menschen angemessen wahrgenommen und für die Gesellschaft fruchtbar gemacht werden können.

Bundesministerin Dr. Kristina Schröder und Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr, Vorsitzende der BASGO, eröffneten die Tagung im dbb forum berlin. „Mit dem aktiven Altern kann man nicht früh genug beginnen. Wir müssen aufhören zu denken, es gäbe hier ein ‘Wir’ und dort wären die ‘Alten’. Das neue ‘Wir’ hat keine Altersgrenze. ‘Wir’, das sind die, die Gesellschaft gestalten wollen, die Verantwortung tragen, die helfen und Hilfe brauchen”, so Kristina Schröder in ihrer Eröffnungsrede. Prof. Dr. Ursula Lehr betonte in ihrer Begrüßung, „das ein Europäisches Jahr für aktives Altern alle Älterwerdenden zur Mitverantwortung herausfordert, im Hinblick auf jüngere und ältere Generationen und dazu beiträgt, dass alle Alternsgrenzen infrage gestellt und überwunden werden“.

Durch drei Impulsreferate von Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello und Robert Anderson wurde in das Europäische Jahr inhaltlich eingeführt.

Nach der Mittagspause hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich in vier Foren über die Schwerpunktthemen des Jahres auszutauschen. Neben den Potenzialen und Chancen älterer Beschäftigter im demografischen Wandel wurde über die Teilhabe und das Engagement im Alter und damit verbundene Potenziale für die Zivilgesellschaft, über Solidarität innerhalb und zwischen den Generationen sowie über Altersbilder in der Gesellschaft diskutiert. Die Gesprächsgrundlage zu den verschiedenen Themen bildeten jeweils ein inhaltliches Referat sowie zwei Beispiele aus der Praxis.

Im Rahmen einer Podiumsrunde am Nachmittag diskutierten Expertinnen und Experten aus Organisationen, Wissenschaft und Politik gemeinsam mit dem Publikum die Erwartungen und Erfordernisse, die an eine nachhaltige Umsetzung des Europäischen Jahres gestellt werden.

Prof. Dr. Gerhard Naegele, Direktor des Instituts für Gerontologie an der TU Dortmund, verdeutlichte in seinen Abschlussworten zehn grundlegende Voraussetzungen für aktives Altern und eine gelungene Umsetzung des Jahres in Deutschland: Aktives Altern geschieht nicht von alleine, sondern bedarf entsprechender Rahmenbedingungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen und für alle Gesellschaftsschichten“, so Prof. Dr. Naegele. Dann könne das Europäische Jahr zu einem Erfolg werden, dessen Gedanke über 2012 hinaus getragen und gelebt wird. Seinen Ausklang fand die Tagung am Abend mit intensiven Gesprächen und musikalischer Begleitung.

Die nationale Koordinierungsstelle steuert auf deutscher Seite die Umsetzung des Europäischen Jahres 2012. Sie ist im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt. Zur organisatorischen Unterstützung ist eine Geschäftsstelle bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen eingerichtet worden. Träger der Geschäftsstelle sind die BAGSO e.V. und die Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. (FfG).

Kontakt:
Nationale Koordinierungsstelle

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Referat 317
Glinkastr. 24
10117 Berlin
www.bmfsfj.de

Geschäftsstelle Europäisches Jahr 2012
c/o BAGSO e.V.
Bonngasse 10
53111 Bonn
E-Mail: info@ej2012.de
www.bagso.de

Christine Massion, M.A.
Tel.: 0228 / 24 99 93 – 25
E-Mail: massion@ej2012.de

Dr. Claudia Kaiser
Tel.: 0228 / 24 99 93 – 26
E-Mail: kaiser@ej2012.de

Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. (FfG)
Evinger Platz 13
44339 Dortmund
www.ffg.uni-dortmund.de

Dr. Carolin Eitner
Tel.: 0231 / 728488 – 20
E-Mail: eitner@ej2012.de

Unterschrift: Prof. Dr. Gerhard Naegele, Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, Prof. Dr. Ursula Lehr, Michael Griffig

© K4 Fotodesign, Erik Müller